Samstag, 25. März 2023

Drahtachser, Großmodelle, Schiffe und Flugzeuge von Wiking Teil 2A

 153. Mercedes Diesel

In den Kartons befanden sich die Mercedes Diesel. Es wäre interessant zu wissen wie viele Chassis und Räder in den beschrifteten Karton passen. Um es Vorweg zu nehmen, ich glaube nicht, dass die Modelle mit den warm durch gesteckten Achsen, so von Wiking gemacht sind. Das ist meine persönliche Meinung, mit der ich aber nicht alleine bin. Wenn man sich mal das blaue Chassis anschaut. Die Vorderachse sieht aus als ob jemand privat versucht hat die Achse warm ein zu setzen und das ging völlig daneben. Hinten dann warm durch gesteckt. Die Räder an der Hinterachse innen schwarz außen grau. Irgendwie passt da gar nichts zusammen. Hinzu kommt, warum wird eine so gute Idee dann wieder für ein paar Jahre beiseite gelegt, um dann 1952 bei dem MB 3500 159. und dem Ford 3500 160. mit in der Form gearbeiteten Löchern, wieder aufgenommen zu werden. 

So wie es aussieht, könnten bei dem ersten Diesel auch die Räder mit in der Form gewesen sein. Der melierte, mit der Ladung, hat in der gleichen Farbe wie der Aufbau auch die Räder. Zum Erscheinungsjahr der Modelle bin ich mir sicher. dass es sie schon Anfang 1947 gab. Die nachfolgende Liste, ca. 2/3 Schiffe und Zubehör, sowie ca. 1/3 Verkehrsmodelle und Zubehör, befand sich als zweites Blatt in einem Brief an Henning Cortsen(Pilot). Der Brief ging Anfang April 1947 raus. Peltzer hat in dem Brief noch darauf hingewiesen, dass Eskader in Stockholm einen größeren Auftrag angekündigt hat. Die Preise in der Liste sind Richtpreise, die durch die endgültige Berechnung der Ausfuhrpreise durch das Außenhandelskontor in Hannover vorgenommen wurden, durch Umrechnung auf Dollar. Somit ist das eigentlich die erste Preisliste für die Autos


Chassis und Räder in der gleichen Farbe. Chassis Gelb und blau ohne Prägung, schwarz mit Prägung WM.




153. 3x ohne BP. Merkmal der ersten Mercedes Diesel, sie haben alle keinen Zughaken. Zu den gelben und blauen Teilen gibt es Vermutungen, dass sie von Pilot sind oder zumindest das Material. Das glaube ich nicht, denn Pilot hat erst Anfang der 50ger Jahre Autos in Kunststoff produziert.




Da der Gelbe und der Blaue noch nicht mit dem Chassis verklebt waren, jetzt mal 2 umgesteckte einfarbige. Übrigens, den einfarbig Blauen habe ich schon gesehen, allerdings hatte er noch blaue Räder. Gelbe Räder am Diesel habe ich noch nicht gesehen.




Jetzt nochmal der melierte mit der Ladung. Mit Achsen wie man sie kennt.








Als nächstes Bericht 2B 153.1 und 153.3 Mercedes Diesel

Drahtachser, Großmodelle, Schiffe und Flugzeuge von Wiking Teil 1

 Aus dem Nachlass von Herrn G. Sch., einem ehemaligen Mitarbeiter von Wiking sind überwiegend letztes Jahr eine Vielzahl von Modellen aus den oben genannten Bereichen aufgetaucht. Was für eine Tätigkeit Herr Sch. bei Wiking ausführte ist nicht bekannt. Er soll bis ca. 1949 bei Wiking beschäftigt gewesen sein und 1961, als die Berliner Mauer kam, ist er in  die Schweiz ausgewandert. Er hat jede Menge Modelle mitgenommen. Um diese Modelle geht es hier. In erster Linie um die Autos. Die Modelle sind mittlerweile verkauft. Glücklicher Weise ist ein Großteil der Drahtachser komplett in eine Hand gegangen. 

Die unten gezeigten Bilder werden nochmal einzeln und mit zusätzlichen Bildern in insgesamt 8 Berichten veröffentlicht, wobei einige sich noch in A, B und... unterteilen können. Hängt von der Menge an Bildern ab. Eins noch Vorweg, die Bemalungen halte ich(auch andere Sammler) für echt und von Wiking

Die ersten 2 Bilder zeigen wohl, unter anderem, die ersten Kartons für die Drahtachser, wobei es sich bei dem Horch und dem Jeep um ehemalige Schiffskarton handelt. Sie wurden wahrscheinlich nur intern genutzt. Das zweite Bild gehört mit zu dem Karton vom Mercedes Diesel.



Zu dem Mercedes Diesel gibt es auch noch einiges zu sagen.


Wer sich die Anhänger einmal genau anschaut wird feststellen, dass es sich, bei den 3 mit den schwarzen Rädern, um eine Version handelt, die bis dato unbekannt war(zumindest den meisten).

Die Horch haben übrigens alle schwarze Räder.

Bei den Sportzweisitzern handelt es sich von der Kunststofffarbe her um 3 schwarze, 3 silberne, 1 gelben, 1 h´adriablauen und einem der dem grüngrau der Flugzeuge sehr nah kommt.
Der T7 ist übrigens noch ohne Dach Reling, die silberne Schräghecklimousine ist lackiert.



Von den Jeeps passen nur 8 in den Karton. Das Adriablau ist eine Bemalung genauso wie die schwarzen Räder.


Der Pick Up und die Limousine sind ohne BP.
Schiffe und Flugzeuge waren jeweils im 3 stelligen Bereich vorhanden. Von den Kunststoff Schiffen gab es fertig bemalte und Rohlinge.

In der hier gezeigten Reihenfolge werden die einzelnen Teile veröffentlicht. Übrigens, wer die Drahtachser gerne mal in Natura sehen möchte, kann dies ab nächste oder übernächste Woche tun. Ort: Modell Auto Museum Bernau(am Chiemsee), Öffnungszeiten bitte der Homepage entnehmen. Ein Besuch dort lohnt sich aber auch ohne die hier gezeigten Modelle. Da in unregelmäßigen Zeiten auch Durch getauscht wird kann man auch öfters mal vorbei schauen.


Sollte der oder die Verwandte des ehenaligen Mitarbeiters über diesen Bericht stolpern,würde ich mich über eine Kontaktaufnahme sehr freuen. Ich hätte noch viele fragen.

Als nächstes Bericht 2A  153. Mercedes Diesel

Sonntag, 21. August 2016

Neuer Termin Modelltauschbörse für Schiffe und Flugzeuge

Am Samstag, 03.09.2016, 11 bis 14 Uhr in der Dänischen Seemannskirche, Ditmar-Koel-Straße 2, 20459 Hamburg.


Für Besucher ist der Eintritt frei.

Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen, der vom Vater oder Großvater, noch Modelle hat und wissen möchte was er da hat oder was sie wert sind. Fachleute sind jedenfalls genug da, für eine Menge von Herstellern.

Nur ein paar Minuten von der U und S Bahn Station Landungsbrücken entfernt. Für alle die mit dem eigenen PKW kommen, bitte Öffentliche Parkhäuser oder Parkplätze benutzen. Auf gar keinen Fall auf das Grundstück fahren, es wird dort sehr schnell abgeschleppt. Das Parkhaus vom Michel ist nur 30 Meter entfernt und meines Wissens nach eines der billigsten in ganz Hamburg.






Lageplan über Google.

Zum Schluss ein Bild das die Dänische Seemannskirche zeigt.



Ansonsten ist Hamburg natürlich immer eine Reise wert.

Samstag, 19. März 2016

Index 1

 
Index Teil 1
Zur kurzen Erklärung der verwendeten Abkürzungen oder Begriffe, die für die  Schiffe genutzt werden. Es wird wenig Fachbegriffe geben, was zum einen daran liegt das ich selbst keine Ahnung habe, obwohl ich gebürtiger Hamburger bin, zum anderen gehe ich davon aus, dass es mehr Leuten so geht wie mir. 

Flaggenstock = hinten am Heck befindliche kleine Stange zum Anbringen der Flagge. Dies ist übrigens der einzige Begriff der mir wirklich wichtig ist. Ich hatte das Glück mich schon diverse Mal mit Herrn Schönfeldt (langjähriger Sammler von unter anderem Schiffsmodellen und Autor diverser Bücher) zu unterhalten. In den Gesprächen habe ich dann ganz unbewusst immer vom Flaggstock gesprochen. Herr Schönfeldt sagte mir dann „Herr Hoop es gibt keinen Flaggstock, das heißt Flaggenstock“, so kam es dann, dass sich der Flaggenstock bei mir  irgendwann festsetzte. Hinzu kommt, dass ich aus Neugier mal in den Duden schaute (online) und dort auch feststellte, dass der Begriff Flaggstock dort keinen Treffer ergibt, aber der Flaggenstock dort erklärt wird.


Flaggenstock der Cap Arkona
 
Rah = waagerechte Stange am Mast, nicht Kreuzrah, wie es von mir auch schon benannt und geschrieben wurde.
Ist Original immer gelötet und dann überlackiert

Bug = Vorderteil des Schiffes

Mittschiffs = mittlerer Teil des Schiffes
Kennung Mittschiffs

Kennung Mittschiffs









Heck = Hinterteil des Schiffes
Steuerbord = rechte Seite
Backbord = linke Seite

hds = handschriftlich


AZB = Abziehbild

 
BP = Bodenprägung, mittels Gravur oder Stempel an der Unterseite des Modells, bei Exportmodellen auch mal beides vorkommend.
Bodenprägung mit zusätzlichen Stempel Made in Germany
Schreibweise der Namen oder Kennungen. Es wird grundsätzlich im Text die Schreibweise von Wiking übernommen. Als Beispiel sei hier gezeigt das Torpedoboot Raubtierklasse „Iltis“ Kennung am Bug beidseits durch AZB „JT“, meiner Meinung nach kein Schreibfehler sondern ein Überbleibsel aus dem Sütterlin, das Großgeschriebene I oder J sind sich im Sütterlin sehr ähnlich. Genauso ist es wahrscheinlich mit dem Schriftzug Jdaho oder in der BP Jrmingard.
Nummerierung = Die Nummerierung geht nach den Werken von Prof. Dr. Ulrich Haevecker von 1989 und Ludwig Leinhos von 2011. Es kann also durchaus sein, dass im Leinhos Katalog, sich Modellnummern geändert haben oder aber  hinzugekommen sind. Dies liegt aber daran, dass zwischen den beiden Werken über 20 Jahre liegen und der Wissenstand heute ein ganz anderer ist.
Als Beispiel:
Haevecker = H11 Linienschiff Hessen
Leinhos = L011 Linienschiffe Hessen/Hannover
Ich werde bei den Modellen nur von Vorkrieg (bis Kriegsende 1945) und Nachkrieg sprechen. Dies ist bei den Blechspielzeugsammlern schon lange üblich und meiner Meinung nach am einfachsten.

Es wird auch nur über das berichtet was vorlag. Woraus sich die logische Konsequenz ergibt, dass in fast jeder Typbeschreibung wohl irgendwelche Form- oder Farbvarianten fehlen.

Wenn nicht anders erwähnt liegt das © bei mir,  Norbert Hoop
Jegliche Art der Veröffentlichung oder Reproduktion - auch auszugsweise - bedarf  der Genehmigung des jeweiligen Rechteinhabers.

Da es sich um Modelle ab 1934 handelt und damals so ziemlich alles mit Emblemen aus der damaligen Zeit versehen war, kommt es auch bei mir vor das solche zu sehen sind. Darum gilt folgendes

Das Hakenkreuz ist ein Symbol der Epoche zwischen 1933 und 1945 und dient der historischen Korrektheit der hier gezeigten Abbildungen
Die gezeigten Bilder dienen Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungsfeindlicher Bestrebungen, der wissenschaftlichen und militärhistorischen Forschung, sowie der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens im Sinne des § 86 Abs. 3 StGB. Sie sind ein Nachschlagewerk für Modellbegeisterte und nicht gedacht als Sympathieträger jeglicher neo-nazistischen Aktivitäten oder rechtsradikalen Gruppen.

Samstag, 1. November 2014

Schiffsmodelle der Hamburg Süd


Den Anfang macht die Cap Arcona Teil 1
4x 101




 1935 erstmals in einer Preisliste erwähnt. 
 In der darauffolgenden Liste, noch 1935, erscheint sie dann unter:
H101.a.1-1 L101.1
Mit Bestellnummer taucht sie dann 1937 in einer englischen Preisliste auf:


Schreibweise 1937 im Deutschen Prospekt:

In Deutschland ändert sich dann Anfang 1938 die Bezeichnung in:



Das war auch gleichzeitig der Beginn der bebilderten Preislisten.
1938 ändert sich dann auch in der Englischen Preisliste die Bestellnummer in:
In Frankreich lief sie 1938 unter der Nummer:
In der Belgischen Liste des gleichen Jahres lief sie unter der Überschrift:
Anfang 1939, jetzt wieder eine Text Preisliste, stand sie dann  unter der Überschrift: 
Im Sommer des gleichen Jahres, wieder eine Bildpreisliste, nahm man die Bezeichnung samt des Bildes der Vorjahresliste, also:
Sehr seltene Originale Handelsflagge
 In England stand sie unter:
 In Amerika unter:
mit Stempel "Made in Germany"
In Schweden, also in der Preiliste von Eskader, stand sie unter:



In Ungarn unter :

In Holland unter: 

1940, in einer Liste für die USA, stand sie dann unter: 

Das © für die auszugsweise gezeigten Preislisten liegt bei dem jeweiligen Rechteinhaber.